Umweltbüro Lichtenberg

Einen Apfel pro Tag…

Ursprünglich stammt der Apfel aus Mittelasien. Von dort aus verbreitete er sich um 100 v. Chr. durch die Römer und Griechen nach Europa und schließlich in alle anderen Kontinente. 20.000 verschiedene Apfelsorten existieren weltweit, von denen aber nur 50 wirtschaftlich interessant sind. Durch den sich verändernden Geschmack der Konsumenten sind die meisten Sorten, die es zu kaufen gibt, nicht älter als 100 Jahre. Und Forscher züchten immer mehr neue Sorten.

Der Apfel ist sehr vitaminreich. Er enthält zusätzlich zahlreiche Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe, die der Apfel ausbildet, um eigentlich sich selbst zu schützen. Doch diese Stoffe können auch dem Menschen zu Gute kommen. Sekundäre Pflanzenstoffe bewirken im menschlichen Körper die Stärkung der Abwehrkräfte, schützen vor Infektionen durch Pilze, Bakterien oder Viren, können den Cholesterinspiegel senken, haben einen positiven Einfluss auf die Blutzuckerwerte und den Blutdruck und beugen Gefäßverstopfungen vor. Vor kurzem erst wurde nachgewiesen, dass der Apfel die Gehirnzellen schützt und das Wachstum von Krebstumoren verlangsamt. Da die meisten Vitamine und Pflanzenstoffe in der Schale des Apfels sitzen, ist der Verzehr mit Schale am wirksamsten.

Wer Apfelallergiker ist, kennt die Wirkung der Äpfel aus dem Supermarkt. Meist ist ein Kribbeln das erste Anzeichen einer Allergie. Es muss aber nicht auf den Apfel verzichtet werden. Alte Apfelsorten werden meist besser vertragen. Der Grund dafür liegt in den Biophenolen. Diese Stoffe sorgen unter anderem dafür, dass der Apfel einen leicht säuerlichen Geschmack hat und nach dem Anschneiden braun wird. Diese Biophenole deaktivieren aber auch das Apfelallergen. Fehlen diese Stoffe, können die Allergene nicht deaktiviert werden. Bei den meisten Supermarkt-Sorten wurden die Biophenole herausgezüchtet, um das „Braunwerden“ der Äpfel zu vermeiden und einen süßeren Geschmack zu erreichen. Zum Vergleich: Der „Braeburn“ aus dem Supermarkt enthält 100 mg Biophenole pro Kilo, während die alte Sorte „Schöner von Boskoop“ 1000 mg pro Kilo enthält.

Auch Polyphenole sind wichtig für den Apfelbaum. Sie schützen ihn vor Infektionen durch Pilze und Bakterien. Im konventionellen Anbau werden diese Stoffe herausgezüchtet, häufiges spritzen ist die Folge (bis zu 20 Mal pro Jahr).

Die neu gezüchteten Apfelsorten bilden durch das Spritzen keine eigenen Abwehrkräfte mehr aus. Auch die Ausreifung der Früchte wird mit chemischen Mitteln unterbunden. Erst wenn die Äpfel in den Verkauf gehen, wird das Weiterreifen durch einen chemischen Stoff initiiert.

Hochstämmige Apfelbäume auf Streuobstwiesen werden nicht gespritzt und auch erst dann geerntet, wenn die Früchte reif sind. Daher sind sie in der Lage, die eigenen Abwehrstoffe auszubilden. Durch den hohen Gehalt an Biophenolen sind sie für Allergiker gut verträglich.

 

Um alte Apfelbaum-Sorten kümmert sich der Verein Naturschutz Berlin-Malchow. In der Wartenberger und Falkenberger Feldmark gibt es Streuobstwiesen mit über 50 verschiedenen Sorten. Dort stehen Sorten mit schönen Namen wie Gravensteiner, Kaiser Wilhelm, Schöner aus Boskoop oder Gute Luise. Wer gerne seinen „eigenen“ Apfelbaum hätte, kann bei Naturschutz Berlin-Malchow eine Patenschaft übernehmen und jährlich eigene Äpfel ernten. Mit der Patenschaft leistet man einen Beitrag zum Schutz und Erhalt des artenreichsten Lebensraumes in Mitteleuropa.

 

 

 

Quellen:
http://www.swissfruit.ch/de/frage/wie-viele-apfelsorten-gibt-es%3F
Gesundheitstipps Apfel – Flyer Naturschutz Berlin-Malchow
Baumpate werden – Flyer Naturschutz Berlin-Malchow
https://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-essen/ernaehrungswissen/sekundaere-pflanzenstoffe-was-sind-das-eigentlich-fuer-stoffe
http://www.bund-lemgo.de/download/Presse-krautundrueben.pdf
https://www.geo.de/geolino/redewendungen/7158-rtkl-englische-redewendung-apple-day-keeps-doctor-away

https://www.geiser-agro.com/de/produkte/tafelobst/rund-um-den-apfel/herkunft-des-apfels.html

 

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