Umweltbüro Lichtenberg

Ich hab die Haare schön...

Haare bestehen zu unterschiedlichen Teilen aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefel. Konventionelle permanente Haarfärbemittel sind hochwirksame Chemikalien, die neben einer dauerhaften und intensiven Farbveränderung auch Hautirritationen mit sich bringen können. Auslöser dafür können die darin enthaltenen Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid oder Sauerstoff sein, die die eigentliche Farbstoffbildung auf und im Haar bewirken.

Eine US-Studie aus dem Jahr 2001 zeigte, dass chemische Produkte zur Haarbehandlung die Gesundheit negativ beeinflussen können. Dauerhaftes Färben der Haare erhöht laut Studie das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken. Aromatische Amine sind in vielen Haarfarben als Farbstoffbausteine enthalten. Seit längerem sind sie als mögliche Krebserreger und Allergieauslöser bekannt, so kommen Produkte mit diesen Inhaltsstoffen bei der Stiftung Ökotest verständlicherweise schlecht weg. Schauen wir uns nun ein paar Zahlen an: Rund ein Drittel aller erwachsenen Frauen und 10 Prozent der Männer über 40 in Europa und Nordamerika verändern regelmäßig ihre Haarfarbe. Eine Größenordnung, bei der die negativen Auswirkungen verheerende gesundheitliche Folgen darstellen können.


Natürlich könnten Mann und Frau sich mit den ersten grauen Haaren abfinden, ihren Stil mit extravaganter Kleidung oder Kopfbedeckungen verändern anstatt mit einer neuen Haarfarbe. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, darauf aufmerksam zu machen, dass sich niemand gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen sollte, nur um Anderen zu gefallen. ABER: Gerade in der dunklen Jahreszeit (in der wir uns derzeit befinden) brauche auch ich manchmal einen zusätzlichen Farbtupfer beim Blick in den Spiegel. Mit gesellschaftlichen Zwängen hat das dann wenig zu tun.     

Eine Alternative zu der chemischen Keule bieten natürliche Haarfärbemittel, die inzwischen in vielen verschiedenen Nuancen erhältlich sind. Bitte unbedingt beachten: Nicht überall wo Henna draufsteht, ist auch keine Chemie enthalten. Schwarze Schafe finden sich in jeder Branche!        
Die wichtigste Färberpflanze bei den Naturhaarfarben ist der Hennastrauch, dessen pulverisierte Blätter reich an Gerbsäure sind. Liefert Henna allein oder zusammen mit Hibiskus und Rote Bete eher rötliche Farbtöne, sind in Kombination mit Kamille und Gelbwurz blonde Farbtöne zu erreichen. Walnussschalen und Kaffee ergeben eine braune Färbung, Indigoblätter blauschwarze Farben. Fakt ist, mit Pflanzenhaarfarben lassen sich die Haare nicht bleichen, auch grelle Farbtöne werden eher nicht erreicht. Ein gewisses Maß an Natürlichkeit bleibt also trotz dieser kosmetischen Nachbehandlung erhalten.        

Um bestimmte Farbnuancen mit Naturhaarfarben zu erreichen, braucht es etwas Erfahrung. Einzelne Produkte und pflanzliche Inhaltsstoffe können kombiniert werden, der Besuch bei einem Spezialisten ist hier zu empfehlen. Laut Google gibt es im Berliner Stadtgebiet derzeit fünf sogenannte „Naturfriseure“, die Ihnen die Möglichkeit bieten, sich von Fachhänden auf natürliche Art und Weise verwöhnen zu lassen. Leider werden oftmals nicht ausschließlich Pflanzenhaarfarben ohne chemische Zusätze verwendet, ein Nachfragen ist also auch hier notwendig.

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