Umweltbüro Lichtenberg

Klimaschutz in Lichtenberg

Heute möchte ich Ihnen einführend einen allgemeinen Überblick geben. In erster Linie geht es um das Lichtenberger Klimaschutzkonzept mit seinen Zielsetzungen und thematischen Schwerpunkten und um Projekte, die in den letzten anderthalb Jahren umgesetzt oder angeschoben wurden.
Im Juni 2010 verabschiedete die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung das Integrierte Lichtenberger Klimaschutzkonzept. Bezogen auf die Bereiche private Haushalte, Unternehmen, Verkehr und öffentliche Einrichtungen sind dort insgesamt 30 Klimaschutzmaßnahmen ausgewiesen. Durch konkrete Projekte sollen diese untersetzt und innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre auch umgesetzt werden. Insgesamt soll die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts zur Reduzierung des bezirklichen Energieverbrauchs und der Treibhausgasemission führen.

Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts wurde meine Stelle als Klimaschutzbeauftragte eingerichtet. Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Initiierung von Klimaschutzprojekten, die Integration von Klimaschutzaspekten in der Verwaltung und in Bezirksaktivitäten und eine umfassende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Auf den eingerichteten Klimaschutzseiten des Bezirksamtes http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik/klimabeauftragte01.html können Sie sich über Beratungsangebote, Klimaschutzkonzept, ausgewählte Klimaschutzprojekte und Akteure im Bezirk informieren. Weitere Ergänzungen werden in den nächsten Monaten vorgenommen. Die zur Verfügung stehenden Angebote richten sich an Akteure aus der Immobilienwirtschaft, Hausbesitzer, Mieter und Unternehmer.

„Wetten, dass Sie es schaffen, neun Prozent Energie einzusparen!“ Mit diesem Aufruf suchte Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) private Haushalte im Bezirk, die sich an der europaweiten Kampagne „Energie-Nachbarschaften“ beteiligen. Bei dieser Aktion wurden Energiefresser im privaten Haushalt gesucht. Die Energieeinsparungen sollten lediglich über ein verändertes Nutzerverhalten erreicht werden. Mit einer Energieeinsparquote von 16,2 % konnte eine Lichtenberger Energienachbarschaft, bestehend aus fünf Haushalten, berlinweit den zweiten Platz belegen.
Im Verwaltungsgebäude Große-Leege-Straße mit ca. 360 Mitarbeitern wurde in Kooperation mit der Berliner Energieagentur eine Nutzermotivationskampagne durchgeführt. Durch ein verändertes Nutzerverhalten und die Ausgabe von abschaltbaren Steckerleisten soll der Energieverbrauch, vor allem Stand-by-Verbräuche, gesenkt werden. Geschult wurden Verwaltungsmitarbeiter und Hausmeister, die ihre Erfahrungen und Erkenntnisse als Multiplikatoren an Interessierte weitergeben. Im Februar 2014 werden weitere Schulungen durchgeführt.
Steigende Energiekosten und die Erfordernisse des Klimaschutzes stellen Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Energieeinsparpotentiale identifizieren, den Einsatz von Energieeffizienztechnologien und die Nutzung von erneuerbaren Energien fördern, dies soll auch in Lichtenberger Unternehmen umgesetzt werden. Auf der Auftaktveranstaltung zur Einleitung der Lichtenberger Energieeffizienzinitiative begrüßte der Bezirksbürgermeister im Mai 2012 fast 60 interessierte Gewerbeunternehmen. Vertreter von Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer stellten ihre Angebote auf dem Gebiet der Effizienz- und Fördermittelberatung vor.

Die Bewohner im Stadtumbaugebiet Frankfurter Allee Nord konnten am 30. Oktober 2013 Elektrokleingeräte und Alttextilien bequem und kostenfrei an einem zentralen haushaltsnahen Sammelplatz entsorgen. Mit dem Ziel der Erhöhung der Abfallverwertung und der Verminderung von Treibhausgasemissionen organisierten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) und das Bezirksamt Lichtenberg dieses Modellprojekt. Mit 100 Säcken Alttextilien und zwei vollen 1,1 m3 Müllcontainern mit Elektrokleingeräten war die Aktion ein voller Erfolg und wurde sehr positiv von der Bevölkerung aufgenommen. Weitere Sammeltermine sind für Frühjahr und Sommer 2014 geplant.
Vom 21. bis zum 31. Oktober 2013 lud das Bezirksamt Lichtenberg zu den Lichtenberger Energietagen in das Kreativitätsgymnasium in der Rüdigerstraße 76 ein. Hier wurden Informationen rund um die Themen Energieeinsparungen und –effizienz sowie erneuerbare Energien präsentiert. So informierte Energieexperte Erhard Bülow von der Verbraucherzentrale Berlin darüber, wie man Energieverluste im privaten Haushalt verhindern kann. Förderangebote für energetische Optimierungen stellten Referentinnen der Investitionsbank Berlin Hauseigentümern und Unternehmen vor.
Darüber hinaus fand im Rahmen der berlinweiten Aktionswoche „Berlin spart Energie“ am 29.10.2013 im Kreativitätsgymnasium eine Podiumsdiskussion zum Thema „Energiepolitik in Berlin – jetzt die Energiewende gestalten“ statt. Es diskutierten Hans-Joachim Ziesig (Klimaschutzrat), Beate Züchner (Sonderreferat Klimaschutz und Energie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz in Berlin), Andreas Geisel (Bezirksbürgermeister), und Stefanie Frensch (Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE). Die Beteiligung der fast 80 Teilnehmer an der Diskussion war sehr rege.
Ergänzt wurden die Veranstaltungen der Energietage durch die 14-tägige Ausstellung „Unser Haus spart Energie – gewusst wie?“. Sie gab einen Überblick über vielfältige Möglichkeiten, Energieverluste einzudämmen und Wärme sowie Strom mit erneuerbaren  Energien am und im Haus zu produzieren.

Für das Jahr 2014 haben wir uns ebenfalls viel vorgenommen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir ein umsetzungsorientiertes Mobilitätskonzept erarbeiten. Darüber erfahren Sie in der nächsten Ausgabe mehr!

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