Umweltbüro Lichtenberg

Es summt und brummt

Die Weibchen der solitär lebenden Bienen kümmern sich selbstständig um den Nestbau und die Brutpflege. Die Nester werden je nach Bienenart an verschiedenen Orten gebaut, wie zum Beispiel in Käferbohrgängen im Totholz, in Schneckenhäusern und Gesteinsspalten oder in den Boden oder in Lehm gegraben. Jedes Weibchen baut vier bis dreißig Brutzellen, die mit einem pilzresistenten Drüsensekret ausgekleidet werden. Dann wird Futter in die Zellen eingelagert, das der Larve als Nahrung dient. Bienen nutzen dafür eine Mischung aus Nektar und Pollen, Wespen legen bis zu zwanzig erbeutete Insekten bereit. Nachdem ein einzelnes Ei gelegt wurde, verschließt die Biene die Zelle mit einem Erdpfropfen oder anderem Baumaterial. Die Larven verpuppen sich in der Zelle und schlüpfen dann in der folgenden Saison.       

Bedauerlicherweise führt die Abnahme von Nistplätzen und Nahrung zum Rückgang vieler Arten. Mehr als die Hälfte der deutschen Wildbienen sind in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Das Aufstellen von Nisthilfen kann zum Schutz der Solitärinsekten beitragen. Niströhren, -hölzer und -steine, gebündeltes Schilf oder Strohhalmstücke, die so geschnitten wurden, dass sie je ein offenes und ein verschlossenes Ende haben, bieten Nistplätze für Hohlraumbewohner wie Mauer-, Scheren- oder Blattschneiderbienen. Ein tolles Insektenhotel können Sie beim Storchenfest auf dem Naturhof Malchow am 16.07. und 17.07.2016 erstehen. Herr Hemmer von der Stiftung Mensch und Umwelt steht Ihnen bei Fragen zum Bau der Nisthilfen zur Seite. 

Auch auf dem heimischen Balkon kann man mit wenig Aufwand einen Beitrag zur Vielfalt der Nistmöglichkeiten für Wildbienen leisten. Unbehandeltes Holz mit zwei bis zehn Millimeter breiten Bohrlöchern oder auch Ziegelsteine, die mit Nistgängen versehen werden, können von den fleißigen Helfern genutzt werden. Bienen, die emsig ihre Nester bauen − welch ein schöner Anlass um länger als sonst auf dem Balkon zu verweilen!     

Die Bestäubungsleistung der Wildbienen ist beachtlich: Eine Solitärbiene zum Beispiel besucht bis zu 8.800 Blüten am Tag, das sind doppelt so viele Blüten, wie eine Honigbiene in derselben Zeit schafft. Neben dieser extrem wichtigen Bedeutung kommt hinzu, dass nur wenige Arten in der Lage sind, den Menschen zu stechen, da der Stachel kurz und zu schwach ist, die Haut zu durchdringen. Solitärbienen sind also durchweg nützliche Insekten, die jeden Naturliebhaber erfreuen, wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen.      


Quellen: NABU, Naturschutz Berlin-Malchow, www.wildbienen.info, Faszinierende Insekten (Bechtermünz Verlag)

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