Umweltbüro Lichtenberg

Ein Männlein steht im Walde

Hagebutten nennt man die Früchte der Wildrosensträucher. Sie bilden sich im Spätsommer aus den Blüten der Heckenrose (Rosa corymbifera), Hundsrose (Rosa canina), Feldrose (Rosa arvensis) oder Dünenrose (Rosa spinosissima), um nur einige der über 100 heimischen Arten von Wildrosen zu nennen. Lange schmücken die orange- bis dunkelroten oder auch braunschwarzen Hagebutten auch noch die kahlen Äste. Wie die Früchte von Sanddorn, Vogelbeere oder Eibe sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für die Vögel im Winter.

Das Fruchtfleisch bildet sich aus dem becherförmigen dunkelgrünen Blütenboden der weiß oder rosafarben blühenden Pflanzen und umschließt viele kleine Nüsschen. Hätten Sie gewusst, dass die Rosen zu den Sammelnussfrüchten gehören? Die Nüsschen sind mit feinen Härchen bedeckt, die winzige Widerhaken aufweisen. Vielleicht gehören Streiche mit „Juckpulver“ aus aufgebrochenen Hagebutten auch zu Ihren Kindheitserinnerungen? Jedenfalls empfiehlt es sich, beim Verarbeiten der Früchte Handschuhe zu tragen, um den Hautkontakt mit den Nüsschen zu vermeiden.

 

 

 Hagebutten gehören zu den vitaminreichen Wildfrüchten. Sie enthalten besonders viel Vitamin C (Ascorbinsäure), aber auch Vitamin A, B1 und B2. Hinzu kommen Mineralstoffe und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide und Gerbstoffe), die zellschützend und entzündungshemmend wirken. Somit sind Hagebutten hervorragend geeignet, unsere Gesundheit zu stärken. Sie sollen Erkältungs- und Infektionskrankheiten vorbeugen, die Gefäße festigen (z. B. bei Venenleiden), bei Zahnfleischbluten und Parodontose helfen. Erntet man sie nach dem ersten Frost sind die süßsauer schmeckenden Früchte weich und besonders aromatisch.

Die Früchte lassen sich zu Saft, Mus oder Konfitüre verarbeiten und auf verschiedene Weise weiter verwenden, z. B. eignet sich das Mus zum Würzen von Wildgerichten.

Hagebuttensuppe gehört wie die Holundersuppe zu den altbewährten Hausmitteln bei Schnupfen. Dazu lässt man die entkernten Früchte 30 Minuten in Wasser köcheln, passiert sie durch ein Sieb und füllt das Mus mit der gewünschten Menge Wasser auf. Mit Zucker, Salz und eventuell Pfeffer würzen und mit Speisestärke binden. Sie können natürlich auch Agavendicksaft oder Bienenhonig verwenden.

Getrocknete Hagebutten findet man in vielen Früchteteemischungen. Reiner Hagebuttentee ist recht farblos, daher enthalten die im Lebensmittelhandel erhältlichen meist einen Anteil Malve, besonders Hibiskus, als stark rotfärbende Komponente.

Auch als Fruchtwein und Likör finden die Hagebutten den Weg zu ihren Liebhabern.

 

Hoffmann von Fallersleben

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein ?

Das Männlein dort auf einem Bein
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur die Hagebutte sein.

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