Umweltbüro Lichtenberg

Was haben Hummeln im Kopf?

Bereits in der Vergangenheit berichteten wir über den Einfluss von Neonikotinoiden auf Insekten (sie können hier http://www.umweltbuero-lichtenberg.de/umweltbewusst/archiv/artenschutz/422-das-leise-sterben.html?highlight=WyJuZW9uaWNvdGlub2lkZSJd nochmal nachlesen). Diese Pestizide breiten sich durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung überall aus: In der gesamten Pflanze, im Boden und sogar in angrenzenden Gewässern. Dadurch wird mehr Tieren geschadet als beabsichtigt. Neonikotinoide sind Nervengifte und reichern sich in Insekten an, bis eine tödliche Dosis erreicht ist. Doch welche Symptome zeigen sich vor dem Tod der Tiere?

 

Bei der Aurelia Stiftung wird derzeit am Beispiel der Erdhummel untersucht, wie sich Neonikotinoide auf das Gedächtnis der Hummeln auswirken. Dafür werden im Labor in einer künstlichen Umgebung Hummelvölker angesiedelt. Haben sich die Tiere an die neue Situation gewöhnt und sich natürlich entwickelt, beginnt die Trainingsphase. Die Hummeln werden auf Futterstandorte trainiert. Dabei wird analysiert, ob die Tiere sich die Wege und die Umgebung merken können. Nach ein paar Tagen, wenn sie sich die Wege eingeprägt haben, wird ihnen vor der Trainingsphase in einer nicht tödlichen Dosis ein Neonikotinoid verabreicht. Im Anschluss beginnt die Testphase. Bei vielen Tieren zeigte sich, dass sie sich weniger zielgerichtet und häufig am Rand der Testumgebung bewegen. Da die Tiere vorher keine motorischen Beeinträchtigungen zeigten, kann geschlussfolgert werden, dass sich Neonikotinoide auf das Gehirn auswirken.

 

Verhaltenssteuerungen finden bei Hummeln in Pilzkörpern im Gehirn statt. An diese speziellen Rezeptoren docken die Neonikotinoide an und stören die Reizweiterleitung. Zwar wurden 2013 bereits drei Wirkstoffe verboten. 2017 wurde in einer veröffentlichten Studie nochmals deutlich gemacht, wie schädlich Neonikotinoide sind, aber trotzdem werden Ausnahmegenehmigungen weiterhin erteilt. Die Pestizidhersteller wehren sich bereits vor Gericht gegen die Anwendungs­beschränkungen und es wird befürchtet, dass manche Verbote aufgelöst werden könnten. Sollte dies passieren, hätte dies schwere Folgen für unsere gesamte Insektenwelt.

 

 

Quelle: https://www.aurelia-stiftung.de/projekt/neonicotinoidwirkung-auf-hummeln/

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