Umweltbüro Lichtenberg

Fast Fashion – Verhängnis für Mensch und Umwelt

In Deutschland kauft jeder im Durchschnitt 60 neue Kleidungsstücke im Jahr. Und das obwohl der Kleiderschrank schon überläuft: Laut einer repräsentativen Umfrage von Greenpeace haben die meisten Leute (43 Prozent) 50 bis 100 Teile im Kleiderschrank.

Nur ein Drittel davon tragen wir häufig – und spätestens nach drei Jahren werden mehr als die Hälfte der Oberteile, Hosen und Schuhe ausgemustert.

Dieser übermäßige, schlicht verschwenderische Kleiderkonsum ist nur möglich, da Fast Fashion Marken es geschafft haben, trendige Klamotten günstiger und schneller herzustellen. 90 Prozent unserer Kleidung kommt aus Asien, ein Großteil davon aus China. Hier arbeiten Textilarbeiter unter verheerenden Bedingungen: Der Lohn liegt deutlich unter dem Existenzminimum, Kinderarbeit und Überstunden sind Standard. Und nicht zuletzt ein unsicherer Arbeitsort.

 

Neben der Ausbeutung von Menschen, geht die billige Produktion von Anziehsachen zudem auf Kosten unserer Umwelt. Die Fast Fashion-Industrie hat zu ihren Anfängen im Jahre 2000 Polyester als ihre Faser entdeckt. Der Grund: Das Material ist billig. Das Problem: Polyester wird auf Basis von Erdöl hergestellt, wobei Unmengen an CO2-Emissionen entstehen.

 

Der Großteil unserer Kleidung ist also Plastik. Beim Waschen lösen sich Mikrofasern ab, gelangen in unser Wassersystem und verschmutzen damit Flüsse und Meere. Oft landen Kleidungsstücke nach dem Entsorgen auf Mülldeponieren, wo Polyester bis zu 200 Jahre braucht, bis es biologisch abgebaut wurde. Und auch wenn sie noch gut erhalten sind: Das Recycling der Stoffe ist schwer, denn die Fasern eignen sich nicht zur Herstellung neuer Kleidung. Die Ökobilanz von Baumwolle ist auf eine andere Weise verheerend: Um ein Kilo Baumwolle herzustellen, werden rund 15.000 Liter Wasser benötigt. Für ein T-Shirt benötigt man anderthalb Kilo Baumwolle.

Damit die Modebranche nachhaltiger wird, ist ein gemeinsamer Ansatz notwendig. Verbraucher, Industrie und Regierungen und Organisationen müssen zusammenarbeiten und ihre Prozesse anpassen!

 

 

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