Umweltbüro Lichtenberg

Die gute Bio-Schokolade

„Die gute Bio-Schokolade“ ist eine Idee der Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“, gegründet 2007 vom damals neunjährigen Felix Finkbeiner. Gegründet wurden seitdem mehrere Akademien in verschiedenen Ländern, in denen Kinder andere Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ausbilden und damit aktiv gegen den Klimawandel werden. Mittlerweile sind 100.000 Kinder auf der ganzen Welt aktiv.

Bereits drei Jahre nach der Gründung pflanzt die Initiative 2010 den millionsten Baum. Noch ist kein Ende in Sicht, denn „Plant-for-the-planet“ hat die „Trillion Tree Declaration“ unterzeichnet, sie wollen 1.000 Trilliarden Bäume pflanzen. Wer gerne wissen möchte, wie viele Bäume davon bereits gepflanzt wurden, kann hier nachschauen (https://www.trilliontreecampaign.org/).

 

Ursprünglich war nicht geplant, eine eigene Schokolade auf den Markt zu bringen. Auf einer Konferenz mit 350 Süßwaren-Herstellern bat Felix um eine Spende zur Unterstützung seiner Initiative. Er bat um einen Euro Spende je Tonne produzierter Schokolade. Keiner der Hersteller reagierte. Geschockt aber dennoch motiviert von diesem Ergebnis entstand die Idee, eine eigene faire, fast klimaneutrale Schokolade zu produzieren. Denn pro Tafel Schokolade entstehen 300g CO2, die kompensiert werden müssen.

Die Schweizer Firma „Chocolats Halba“ erklärte sich bereit, die gute Bio-Schokolade zu produzieren und verzichtet auf ihren Gewinn. Verwendet wird Milch von Kühen aus der Schweiz, um unnötige Transportwege zu vermeiden. Zudem existieren in der Schweiz die strengsten Tierschutzgesetze. Nirgends sonst auf der Welt müssen sie so vielen ökologischen und ethischen Ansprüchen entsprechen.

 

Laut Inhaltsliste wird in der Schokolade kein Palmöl verwendet. Kakao und Zucker wird zu fairen Preisen eingekauft, daher trägt sie auch das Fairtrade-Siegel. Fast sechs Millionen Kakaobauern produzieren 95 % des Kakaos auf der Erde. Mit dieser Arbeit verdienen die meisten weniger als zwei US-Dollar am Tag. Durch die geringe Bezahlung arbeiten ca. 250.000 Kinder auf Kakaoplantagen, oft unter gefährlichen Bedingungen. Felix war es daher wichtig Kakao von Bauern zu beziehen, die für ihre Arbeit fair bezahlt werden. Unterstützt wird die Initiative dabei von „Pur Projet“, die zusammen mit den Kakaobauern Edelhölzer anpflanzen. Das Holz dieser Bäume kann später verkauft und somit zusätzliches Einkommen für die Familien generiert werden.

 

Hauptsächlich werden die Bäume auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko gepflanzt. Denn dort hat Plant-for-the-Planet nun eine eigene Fläche, auf der 100 Waldarbeiter Bäume anpflanzen und pflegen. Dadurch haben die Bäume nach einem Jahr eine Überlebenschance von 94 %. Wissenschaftlich überwacht wird die Pflanzung von Growtherlab an der ETH Zürich. In den vergangenen Jahren wurden Bäume auf anderen Flächen in anderen Ländern angepflanzt. Dazu gehören Projekte in Indien, Costa Rica, Malaysia oder Namibia. Wer sich noch näher über die Initiative informieren möchte, kann dies über die Internetseite www.plant-for-the-planet.org tun.

 

„Pur Projets“ hat bisher zusammen mit 30.000 Bauern über acht Millionen Bäume gepflanzt. Sie führen Projekte auf der ganzen Welt durch. In Nord- und Südamerika, Afrika und in Europa. Neben Polen und Tschechien wird auch eins in Deutschland unterstützt. Zusammen mit „Bergwaldprojekt e. V.“ als lokalen Partner vor Ort werden Bergwälder wieder aufgeforstet. Insgesamt wurden bereits 26.900 Bäume gepflanzt.

 

Mit dem Kauf von drei Tafeln der guten Bio-Schokolade finanziert man die Pflanzung eines Baumes. Zu kaufen gibt es die gute Bio-Schokolade bei Alnatura, Müller, Rossmann, dm-drogerie markt, Globus und tegut. Eine Tafel kostet circa 1,25 Euro, wovon 33 Cent an „Plant-for-the-Planet“ gehen. Die Händler, die diese Schokolade verkaufen, verzichten auf ihren Gewinn, dadurch kann die Schokolade so günstig angeboten werden. Auf der Internetseite gibt es eine Karte, auf der die Händler gelistet sind. (http://www.maptive.com/ver3/d6c8feb5c3051ea28cc3c7e1fb95cd6b)

 

Die Schokolade gibt es auch in einer nicht Bio Variante. Sie heißt „die gute Schokolade“. Diese wurde vor der Bio-Variante hergestellt und wird bei Händlern wie Edeka, Kaufland, Rewe, Sky, Feneberg, Famila und Hieber verkauft. Der nachfolgende Link führt Sie zu den nächsten Händlern (http://www.maptive.com/ver3/f1c9445f0cbaa8ddc0fbeca388e94269).

Für fünf verkaufte gute Schokoladentafeln wird ein Baum gepflanzt. Diese kostet einen Euro.

 

Beim Kauf der ersten Tafeln werden Sie feststellen, dass diese in Aluminiumfolie und Papier eingewickelt sind. Die Lebensmittelgesetzgebung sieht derzeit leider keine andere mögliche lebensmittelsichere Verpackung vor. Die Firma Chocolats Halba arbeitet jedoch daran, die Verpackungen zu optimieren und so wenig Verpackungsmaterial wie möglich einzusetzen.

 

 

Quellen:

https://www.trilliontreecampaign.org/

https://www.plant-for-the-planet.org/de/startseite

https://www.chip.de/artikel/schokolade-test-stiftung-warentest_154065771.html

https://www.alnatura.de/de-de/alnatura-produkte/alnatura-produktwelten/alnatura-projekte/die-gute-bio-schokolade

https://www.plant-for-the-planet.org/media/files/download/faq_dieguteschokolade.pdf

 

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